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Hitze oder Wärme?

Zum ersten Mal nach dem Ausbruch der Coronapandemie ruft heute Fridays for Future wieder zu einem Deutschlandweiten Protesttag auf. Zahlreiche aktuelle Berichte vom Schmelzen des Polareises aus den letzten Tagen weisen darauf hin, wie sich die Geschwindigkeit der Veränderungen aktuell eher an der oberen Grenze verschiedener Szenarien bewegt. Uns rennt die Zeit immer mehr davon.

Nur: Wie reden wir eigentlich von dem Problem, das uns alle umtreibt? Wie schaffen wir, dass die Dramatik der Lage im allgemeinen Bewusstsein auch verankert? „Die Sprache denkt und dichtet für den Menschen.“ So ähnlich hat es schon der alte Schiller gesagt. Gerade beim Blick auf den Klimawandel passt es überhaupt nicht zusammen, wenn wir von einer „Erderwärmung“ reden. Wärme ist etwas Angenehmes, über das wir uns im Winter freuen. Klingt nach Gemütlichkeit. Das, was Milliarden Menschen droht, sind Hitze, Dürre und extreme Klimabedingungen, die ein Leben vielen Regionen der Erde unmöglich machen. Deswegen lasst uns den verniedlichenden Begriff „Erderwärmung“ durch „Erderhitzung“ ersetzen. Es wird der Dramatik der Lage gerechter.

Benjamin Krohn, Stellvertretender Landesvorsitzender

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