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Brückentechnologie Bioerdgas

Vor ca. drei Wochen war ich richtig froh! Und das an einer Tankstelle! Nicht etwa wegen des momentan viel zu niedrigen Spritpreises, sondern wegen der Tatsache, dass die Tankstelle endlich auf 100 % Bioerdgas umgestellt hat. Diese Umstellung der speziellen Hamburger Tankstelle lässt mich, wenn man die Herstellung des Kraftstoffes mit einrechnet, zu großen Teilen CO2-neutral von A nach B kommen, in der reinen Nutzung zu 100 %.

Im Vergleich der Antriebstechnologien ist es bewiesen, dass es im Falle des motorisierten Individualverkehrs (MIV) momentan nichts umweltschonenderes als ein Erdgasfahrzeug gibt, welches mit Bioerdgas betrieben wird. Und auch den Vergleich mit einem Elektroauto, welches zu 100 % regenerativ hergestelltem Strom nutzt, gewinnt das Bioerdgas-Auto.

Als Ingenieur finde ich die ÖDP gerade deswegen so klasse, weil es größtenteils nicht um ideologisch geprägtes Durchdrücken einer einzelnen Technologie geht. Ich will mich für die aktuell möglichst sinnvoll nutzbare Technologie einsetzen. Und dieses ist im Fall des MIV eben das Bioerdgas-betriebene Automobil. Daher gehen auch die aktuellen Förderprogramme der Bundesregierung an der ökologischen Realität vorbei. Denn Elektroautos haben Nachteile vor allem durch die Nutzung und Verarbeitung umweltschädlicher Substanzen in der Produktion, die zudem in prekären Arbeitsverhältnissen im Ausland abgebaut werden. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich bin nicht gegen Elektroautos in der Zukunft. Jedoch sind in diesem Bereich noch eine massive Forschungsanstrengung notwendig während bei der Nutzung von Bioerdgas schon alles bereitliegt, um sehr zeitnah einen Großteil des Verkehrs ökologisch vertretbar zu machen. Und wir haben eben im Klimabereich keine Zeit. Dazu kommt die Kostenseite: im Vergleich zur Elektromobilität sind viel geringere Investitionskosten der Breitennutzung von Bioerdgas nötig und auch die Einzelperson spart laut aktuellen Spritpreisen ungefähr die Hälfte bei den Kraftstoffkosten im Vergleich zum herkömmlichen Benziner. So geht eine schnelle und auch sozial verträgliche Umweltpolitik im Individualverkehr.

Meine Forderungen an die Hamburger Politik:

  • bioerdgasbetriebene Busse des ÖPNV – Augsburg macht es seit Jahren vor
  • Förderung von Tankstellen bei der Schaffung von Tankplätzen, die nachweislich Bioerdgas anbieten
  • höhere Steuern auf Primär-Erdgas

P.S.: Dieser Artikel soll bewusst nicht gegen den ebenso erforderlichen massiven Ausbau und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV oder des Radverkehrs zur Reduzierung der Individualmobilität gehen! Es soll eben nur eine Alternative aufzeigen, wie es in diesem speziellen Sektor des MIV geht.

Tobias Montag, Landesvorsitzender

Autor/in:
Tobias Montag
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Wichtiger Hinweis:
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