Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie ist eines der „Leuchtturmprojekte“ des schwarz-grünen Senats. Das  einzige was bisher allerdings herausragend ist, sind die Kosten.

Nach dem Entwurf eines Schweizer Architekturbüros wird nun seit Jahren auf dem Kaispeicher A gebaut. Ob es sich wirklich lohnt den Speicher aus den 1960er Jahren so aufwendig zu erhalten, sei dahingestellt. Eine Schönheit war es sicher nicht.

Das Projekt ist auf private Initiative zurückzuführen. Einen funktionierenden Finanzierungsplan enthielt das Konzept allerdings nicht.

Im November 2004 übernahm dann die Stadt Hamburg das Vorhaben und die Bürgerschaft stimmte einem städtischen Finanzierungsbeitrag 2007 einstimmig zu. Seitdem hat sich die Fläche des der neuen Vorzeigekulturstätte von ursprünglich geplanten 84.000 m²  auf jetzt 120.000 m² fast verdoppelt.

Die Elbphilharmonie wird durch die Stadt Hamburg, durch das Investorenkonsortium IQ², in dem sich die Hochtief AG und die Commerz Real AG zusammengeschlossen haben, sowie den Freundeskreis Elbphilharmonie & Laeiszhalle e.V. finanziert. Die größte Einzelspende in Höhe von 30 Mio. EUR kam von dem Ehepaar Greve.

Seit der Vertragsunterzeichnung im Jahre 2006 sind die Baukosten um insgesamt 86 % gestiegen. Bei Nachverhandlungen wurde im November 2008 ein Festpreis von 450 Mio. EUR ausgehandelt. Anfang 2010 wurden erneut Nachforderungen geltend gemacht und eine Terminverschiebung für die Fertigstellung auf 2013 bekannt. Jetzt endlich ist zumindest ein Untersuchungsausschuss eingerichtet worden. Besser wäre es allerdings von der SPD gewesen bei Zeiten gleich dagegen zu stimmen, denn absehbar war das Desaster allemal. Bei Projekten dieser Art kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Kosten unkalkulierbar sind.

Die Elbphilharmonie – ein Beispiel grenzenloser Verschwendung in einer Zeit in der angeblich kein Geld da ist. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Offenlegungspflichten des neuen Hamburgischen Transparenzgesetzes mehr Licht ins Dunkel der Verträge kommt.