23.12.2011

BSU ohne Plan:

Überflutungsschutz für Bergedorf ist in Hamburg kein Thema

Führt die Elbe Hochwasser, gibt es bislang keine Möglichkeit, das Wasser aus den Bergedorfer Flüssen in die Elbe abzuleiten. Das Tatenberger Deichsiel kann das Wasser der Dove Elbe nur abgeben, wenn die Norderelbe einen niedrigeren Wasserstand hat. Seit der Flutkatastrophe von 1962 ist bekannt, dass in Tatenberg und / oder Altengamme Pumpsysteme gebaut werden müssen, um dies dauerhaft zu ändern.

Volker Behrendt, stv. Kreisbeauftragter der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Bergedorf, nutzte die Bürgerfragestunde der gestrigen Bezirksversammlung in Bergedorf, um sich nach dem Stand der Planungen zu erkundigen. Ergebnis: Überflutungsgefährdet durch Regenhochwasser und Deichbruch sei das ganze Marschland, zuständig sei der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) in der Behörde für Stadtteilentwicklung und Umwelt (BSU), notwendig seien langfristige und umfangreiche planungsrechtliche Maßnahmen und geplant oder gar terminiert sei nichts.

„Es reicht jetzt“ so Behrendt, „die letzte Flut der Bille hat gezeigt, wie wichtig eine jederzeit funktionierende Entwässerung für Bergedorf ist. Zukünftig steigende Wasserstände gefährden Stadt und Land.“ Behrendt, selber Marschland-Bewohner, kündigt an: „Ich werde dieses Thema nach der Weihnachtszeit auf der Tagesordnung halten und nicht nachgeben, bis die Pumpanlagen gebaut sind. Ob im Grünausschuss oder in einem eigenen Aktionsbündnis, im nächsten Jahr werde ich mit Politikern Gespräche führen, interessierte Bürger einladen und Aktionen starten, damit das Thema nicht erst wieder auf die Tagesordnung kommt, wenn das Land oder die Häuser unter Wasser stehen.“  

Meine Anfrage und die schriftliche Antwort des Bezirksamtes finden Sie hier.

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