Zur Sache

Plastikplakate

Darf eine Partei, die für Umweltschutz und Ressourcenschonung steht, mit Plastikplakaten werben? Ja, warum werden überhaupt Plakate aufgestellt?

Leider mussten wir feststellen, dass Parteien von Medien und Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlich wahrgenommen werden. Es gibt die großen (Bundestags-) Parteien, die in aller Munde sind und regelmäßig in den Medien erwähnt werden. Auch in allen Artikeln zur Europawahl sind sie "selbstverständlich" vertreten. Selbst wenn sie derzeit ebenfalls nur einen Abgeordneten stellen wie wir von der ÖDP auch. Durch die in der Regel fehlende Medien-Präsenz (Ausnahme: Berichte über erfolgreiche Volksbegehren wie die zum Nichtraucherschutz und zum Artenschutz) benötigen wir andere Mittel und Wege, auf uns und unsere Ziele aufmerksam zu machen.

Daneben gibt es das Phänomen, dass wir empirisch feststellen konnten, dass wir in Gebieten, in denen wir plakatiert hatten, mehr gewählt wurden als in den Gebieten, wo wir nicht oder auch nur nicht mehr (wie bei vorigen Wahlen) plakatiert hatten. Der Spruch, die zunehmende Plakatdichte ist nur ein Hinweis auf eine bevorstehende Wahl, stimmt für die großen, bekannten Parteien, aber für unsere Partei leider nicht. Im Gegenteil: Jedes Plakat hilft, unsere Bekanntheit zu steigern und Wählerinnen und Wähler zu motivieren, uns zu wählen. Bleibt die Frage nach der Art der Plakate.

Vorrangige Ziele bei der Auswahl sind ein geringstmöglicher Ressourcenverbrauch und möglichst wenig Abfall. Daher verwenden wir in Hamburg einen größeren Mix an Plakaten: Holzständerplakate, die ganz oder auch nur auf einer Teilfläche neu beklebt werden müssen und z.B. auch für Veranstaltungswerbung verwendet werden können sowie alte und neue Pastikplakate. In anderen Bundesländern kommen in der ÖDP auch Papierplakate zum Einsatz. Die Plastikplakate sind nach Möglichkeit so gestaltet, dass sie bei mehreren Wahlen eingesetzt werden können. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Papierplakaten, die im manchmal ungemütlichen Hamburger Wetter maximal einen Wahlkampf durchhalten. Zudem sind sie leichter und daher besser für den Transport geeignet. Da weder die Papierplakate noch die Plastikplakate aufgrund ihres Aufbaus einem sortenreinen Recycling zugute kommen können, bleibt für beide am Ende nur die thermische Verwertung. Welches Produkt in diesem Bereich unter Berücksichtigung aller Faktoren und insbesondere auch unter Berücksichtigung mehrmaliger Wiederverwendung letztendlich den kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlässt, hat unseres Wissens nach noch keiner nachweisen können. Bis es soweit ist, agieren wir somit nach bestem Wissen und Gewissen mit dem aufgezeigten Mix und verwenden sogar als wohl einzige Partei unsere (größeren) Kabelbinder wieder. Bei Anregungen und Fragen zum Thema wenden Sie sich gerne per Mail an uns: info@oedp-hamburg.de.


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