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ÖDP Hamburg begrüßt Ablehnung der Schulreform des Senats durch die Bürger
Am 18. Juli 2010 konnten alle wahlberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger darüber abstimmen, ob die sechsjährige Primarschule zum Schuljahr 2010/11 eingeführt werden oder ob es bei der vierjährigen Grundschule bleiben sollte. Die Vorlage der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ hat dabei 58% der Stimmen und somit mehr als die Vorlage der Bürgerschaft erhalten. Damit ist die geplante Schulreform des Hamburger Senats gescheitert.
Die ÖDP Hamburg hatte zur Unterstützung der Vorlage von „Wir wollen lernen!“ aufgerufen und freut sich nun über diesen politischen Erfolg.
Die ÖDP Hamburg bekennt sich zu einem gegliederten Schulsystem aus Grundschule, Stadtteilschule und Gymnasium.
Wir setzen uns im Gegensatz zur Hauruck-Politik von Schulsenatorin Goetsch, für die sie zu Recht die rote Karte durch die Bürger erhalten hat, für eine behutsame Weiterentwicklung des Schulsystems ein. Die Gymnasien haben zur Zeit mit der Einführung der Profiloberstufe und der Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre bereits mit zwei Riesenbaustellen zu kämpfen.
Auch die neuen Stadtteilschulen müssen erst ihr eigenes Profil entwickeln, ehe weitergehende Reformen sinnvoll wären. In den nächsten Jahren sollten deshalb keine weitergehenden Schulreformen mehr gemacht, sondern der versprochene Schulfrieden von den handelnden politischen Akteuren anerkannt werden.
Die ÖDP Hamburg hat ein eigenes bildungspolitisches Thesenpapier namens „Humboldt 2.1.“ vorgelegt. Langfristig setzen sich die Öko-Demokraten für ein längeres gemeinsames Lernen in einer sechsjährigen Grundschule ein. Das Elternwahlrecht nach der 6. Klasse soll erhalten bleiben.
Eine solche Reform steht aber erst am Ende eines gemeinsamen demokratischen Prozesses, an dem Behörde, Eltern, Lehrer und Schüler beteiligt werden sollten.
Im Mittelpunkt dieser neuen Schule sollte die ganzheitliche humanistische Persönlichkeitsbildung junger Menschen stehen und kein verkürzter Ausbildungsbegriff vorherrschen, der sich an einem ökonomistischen Weltbild orientiert.
Lesen Sie dazu die Meinung der ödp:
Bildungspolitische Grundsätze der ödp