ödp - Ökologisch-Demokratische Partei - Die grüne Alternative

Naturzerstörung und Kommerzialisierungswahn in Bramfeld


ödp Wandsbek verurteilt Folgen schwarz-grüner Politik


VON DAVID PERTECK

Alte Kuhwiese am Bramfelder Dorfgraben

In Bramfeld soll die Straße Leeschenblick von der Fabriciusstraße bis zur Bramfelder Chaussee durchgestochen werden, um eine schnellere Verkehrsverbindung von Steilshoop zum Bramfelder Dorfplatz zu schaffen. Es soll eine Bustrasse und später eventuell eine normale Durchfahrtsstraße oder auch eine Strecke für eine Stadtbahn gebaut werden. Dies geschieht laut Bezirksamt Wandsbek insbesondere, um Kunden aus Steilshoop für das geplante neue Einkaufszentrum in Bramfeld anzulocken.

Stelle des geplanten Straßendurchstichs

 

Für dieses Projekt soll das urtümliche Wald- und Wiesengebiet um die Alte Kuhwiese am Bramfelder Dorfgraben gegenüber dem Leeschenblick zerstört werden. Dazu erklärt David Perteck, Kreisvorsitzender der ödp Wandsbek: “Diese besondere Naturlandschaft muss erhalten bleiben. Wenn hier eine weitere Straße gebaut wird, zeigt dies erneut die verheerende Chaos-Politik von CDU und GAL. Der schwarz-grüne Senat regiert im Auftrag der Finanzwirtschaft und der Großkonzerne und zum Schaden von Menschen und Umwelt. Die Folgen sind Verkehrschaos und Umweltzerstörung überall in Hamburg.”

Alte Kuhwiese


Die betroffenen Anwohner lehnen ebenfalls einen Straßenneubau ab. Sie möchten das Wäldchen und die Alte Kuhwiese am Bramfelder Dorfgraben in der ursprünglichen Form bewahren. Unter anderem grenzen zwei Kindergärten und eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen unmittelbar an die wildwüchsige Naturlandschaft. David Perteck: "Unsere Lebensqualität in Bramfeld wird nicht durch verstärkten Straßenverkehr und einheitliche Konsumlanschaften erhöht, sondern durch eine lebendige Stadteilkultur sowie Naherholung und Naturerleben."


Geplantes Einkaufszentrum in Bramfeld

Die Pläne für ein neues Einkaufszentrum in Bramfeld, welches die Matrix Immobilien AG im Bereich von Bramfelder Chaussee und Hertastraße errichten möchte, werden von der ödp Wandsbek kritisiert. David Perteck, Kreisvorsitzender ödp Wandskek: “Jahrelang kümmert sich niemand um den Stadtteil. Kein Wunder dass es dadurch zu Problemen kommt. Und dann wird ein solcher Konsumpalast als Allheilmittel gepriesen. In und um Bramfeld existieren bereits fünf vergleichbare Shoppingcenter, die sehr leicht zu erreichen sind. Ein weiterer megalomanischer Einkaufstempel wird die Kaufkraft der Menschen ebenso wenig erhöhen wie ihre Identifikation mit Bramfeld. Vielmehr wird der alteingesessene, lebendige Einzelhandel entlang der Bramfelder Chaussee verdrängt und das Einkaufszentrum selbst von Leerstand betroffen sein.”

Leerstehende Geschäfte in der Hertastraße


Die ödp Wandsbek sieht den Einzelhandel, die Stadteilkultur und die Naturerhaltung überall in Hamburg auf vergleichbare Weise gefährdet. Perteck erklärt: “Wir wenden wir uns ganz entschieden gegen einen solchen Kommerzialisierungswahn und die Zerstörung der letzten Natur- und Grünflächen in dieser Stadt, wie sie der schwarz-grüne Senat betreibt. Die Hamburger Wirtschaft hat nur in Einklang mit ökologischen und sozialen Zielen eine Zukunftsperspektive.”