05. Oktober 2008 - von
DAVID PERTECK
Die Geheimabsprachen zwischen CDU und Grünen in Hamburg fügen dem
demokratischen System massiven Schaden zu. Wären die Absprachen nicht
hochbrisant, warum hätte Staatsrat Bonz dann für ihre Dokumentation
entlassen werden sollen?
Um der Veröffentlichung weiterer
Geheimabsprachen vorzubeugen, etwa bezüglich des Kohlekraftwerks
Moorburg?
Protokollant Bonz ist bloß ein Bauernopfer in dem
hemmungslosen Machtkampf zwischen CDU und Grünen, der hinter den
Kulissen bemühter Freundlichkeit tobt. Wenn reine Machtpolitiker wie
Bürgermeister Freiherr Ole von Beust (CDU) und Umweltsenatorin Anja
Hajduk (Grüne), die oftmals für die Macht über Leichen gehen,
aufeinander treffen, dann muss es irgendwann ganz laut knallen! Die
schwarz-grüne Koalition in Hamburg, als Probelauf für den Bund, wird
ohnehin von vielen Anhängern beider Lager völlig zurecht als Verrat
betrachtet. Die verheerenden Folgen von schwarz-grüner Chaos-Politik
treten immer stärker hervor: Verkehrschaos, Umweltzerstörung und
soziale Spaltung. Und die Täuschung und Irreführung der Öffentlichkeit
durch Geheimabsprachen, die den offiziellen Darstellungen
widersprechen, bewirken einen nachhaltigen Vertrauensverlust für die
Politik insgesamt.